Mein erster Hund: Der Tragödie erster Teil

... oder was alles schief gehen kann, wenn man seinen ersten Hund hat.
Ja, ich weiß, du sitzt jetzt vor deinem Rechner und denkst dir: "Pff, ich hab mich eingelesen, ich weiß worauf ich mich einlasse! So schwer kann das nicht sein mit dem ersten Hund! Ich bin perfekt vorbereitet!"
Genau das dachte ich auch und glaub mir, du bist auf nichts vorbereitet! Wie ihr hier nachlesen könnt ist Toffee mein absoluter Wunschhund und schon das Heimkommen mit ihm war ein echter Akt. Aber von vorn. Wir haben ihn abgeholt und er war bei uns in Rumänien, alles schön und gut. Dann wollten wir meine Cousine besuchen gehen, dafür mussten wir (leider) durch die gesamte Fußgängerzone. So, jetzt mach das mal mit einem 16 Wochen alten, total neugierigen Hund, der dein erster Hund ist und das ist im Prinzip euer erster Gassi gehen. Dies gestaltete sich wie folgt: Toffee wollte jedem, wirklich JEDEM Hallo sagen, ich hatte noch keine Ahnung von Leinenführigkeit und hatte keine Ahnung wie ich ihn dazu bekomme mit mir zusammen zu laufen. Geendet hat das alles auf einer Bank mitten in der Stadt auf der ich dann saß, Rotz und Wasser geweint habe und Toffee gefrustet war weil er die Menschen nicht begrüßen durfte. Richtig erfolgreich. Und da dachte ich mir auch: Ich hab doch alles gelesen? Wie kann es denn passieren, dass ich mich so schlecht anstelle? Ich war doch total vorbereitet!
Und hier kommen wir wieder dazu: Nein, ich war nicht vorbereitet. Nein, man kann sich nicht vorbereiten, jedenfalls nicht auf alles.


Meine Cousine hat mich dann zum glück beruhigt und meinte, dass alles ok ist und ich mich gut anstelle und das total normal ist. Für mich aber nicht, ich bin doch Perfektionistin, da muss auch der Hund perfekt sein! Zum Glück habe ich mich von diesem Gedanken schnell verabschiedet!

Aber wie kann man sich denn wirklich auf den ersten Hund vorbereiten? 

1. Man kann auch zuviel lesen!
Das meiste was du liest sind Erfahrungen anderer. Das ist auch super und kann auch echt Hilfreich sein! KANN aber nur! Jeder Hund ist anders! Was bei Herrn Müller geklappt hat muss bei dir nicht klappen.
2. Höre auf deinen Bauch
Ich rate wirklich immer wieder dazu auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Sei es bei der Frisörwahl, bei der Wahl des Tierarztes oder anderen Entscheidungen.
3. Höre auf deinen Hund
Ja, auch ein 16 Wochen alter Welpe gibt dir Rückmeldung! Du wirst ganz ganz schnell lernen, was ihm gut tut und was nicht. Versuche dich daran zu halten und dich danach zu richten. Glücklicher Hund = Glückliches Herrchen bzw Frauchen
4. Entspann dich!
Wirklich! Es ist alles nur halb so schlimm! Dein Hund hat nach dem Spielen ins Haus gemacht wobei er das doch seit 3 Wochen nicht mehr gemacht hat! Entweder du hast total versagt oder er muss krank sein! Nein! Alles gut! Manche Hunde brauchen länger zum Stubenrein werden (Dazu an anderer Stelle mehr) oder ähnlichem. Es ist alles gut! Wenn man es sich oft genug einredet dann klappt es auch, dass man daran glaubt.
5. Stell viele Fragen!
Hier gilt aber auch, dass du nicht alles annehmen musst, was man dir rät! Auch hier in meinem Blog, wenn du dir bei irgendwas denkst: Die Johanna spinnt doch! Ich würde das total anders machen, dann schreib mir dass doch gerne in die Kommentare! Auch hier erzähle ich euch nur wie ich Sachen handhabe, es muss nicht bei jedem klappen und nicht jeder muss damit einverstanden sein. Wichtig ist, dass Toffee und ich Glücklich dabei sind und wir damit erfolge haben. Fragt ruhig an jeder Stelle nach, mich oder den Tierarzt, in der Hundeschule oder andere Besitzer. Es bleibt euch überlassen, was ihr mit den Informationen macht.
6. Sei Mutig! 
Auch ganz ganz wichtig! Hab den Mut, einfach mal zu machen was du denkst und zu deiner Meinung zu stehen! Hab den Mut auch mal "Nein" zu sagen, wenn dir jemand in deiner Erziehung herumpfuschen will! Du erzieht nach deine besten Wissen und Gewissen! Und das machst du bestimmt ganz gut! :)

Wir hoffen euch ein bisschen helfen zu können!



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